|
Herbstkonzert mit flotten Weisen BZ 03.12.2008
HARTHEIM. Noch vor zwei Monaten schien es für den Gesangverein Hartheim schier unmöglich zu sein, in diesem Jahr sein traditionelles Herbstkonzert zu veranstalten. Die Ursache für diese Ungewissheit waren zwei Dirigentenwechsel in diesem Jahr, die dazu führten, dass bis zum Amtsantritt des neuen Dirigenten Helmut Schwitalla nach der Sommerpause keine geregelten Proben stattfinden konnten. Umso erfreulicher war es, dass sich der Gastverein neben den vier geladenen Gastchören dennoch wieder hören lassen konnte.

Willi Studinger (rechts) überreicht Rainer Knobel für 40-jährige Mitgliedschaft im Gesangverein Hartheim eine Urkunde mit Ehrennadel. Auch die 1. Vorsitzende des Vereines, Barbara Locherer-Kues, gratulierte. | Foto: Faller
Davon konnten sich die zahlreichen Besucher in der Rheinhalle überzeugen, als der Gesangverein, formiert als gemischter Chor, mit dem Lied "Abschied vom Walde" unter der Leitung ihres neuen Dirigenten das Konzert eröffnete und mit diesem gelungenen Vortrag das Ergebnis der kurzen, aber erfolgreichen Zusammenarbeit mit Helmut Schwitalla, demonstrierte.
Die Erste Vorsitzende Barbara Locher-Kues wies denn auch stolz darauf hin, dass der Gastverein in diesem Jahr auf 145 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken kann. Die Abteilung Frauenchor setzte mit "Im südlichen Land" und "Ich hört ein Bächlein rauschen" das Programm fort. Der Männerchor stellte mit "Im Abendrot" und "Komm in die Stille Nacht" von Beethoven zusammen mit dem Frauenchor unter Beweis, wie schön Chorgesang sein kann.
Die Sänger des Männergesangvereines Heitersheim mit ihrer Dirigentin Petra Buroschek grüßten mit einer Hommage an ihren Heimatort musikalisch zunächst "alle Freunde, auch jenseits vom Rhein, mit ihren Liedern aus Heitersheim", ehe sie mit Liedern wie "Abendfrieden" oder "Maidli lass dir was erzählen" unter Beweis stellten, dass auch ältere Lieder ein erfrischendes Klangerlebnis sein können. "Bring in deine Seele ein bisschen Heiterkeit" sangen die Männer des Liederkranzes Gündlingen unter der Leitung ihres Dirigenten Mathias Untch in dem Lied "Ein kleines Stück Musik" von Pasquale Thibant, unter anderem gefolgt von "Und ewig ruft die Heimat", arrangiert vom Dirigenten selbst, sowie "Ein Stern, der deinen Namen trägt", wobei die rhythmischen Anforderungen des letzten Liedes den Sängern äußerste Konzentration abverlangten.
Den ersten Teil des Konzertes beendete der Gesangverein Oberbergen unter der Leitung ihres Dirigenten Max Gut mit "Liedern die von Herzen kommen", "Nimm die Stunden wie sie kommen" und "Die kleinen Dinge des Lebens" , begleitet auf dem Klavier von Jan Pieter Sundermeyer.
Der Gesangverein Hartheim eröffnete unter der Leitung von Helmut Schwitalla als gemischter Chor mit dem Lied "In die Berg bin i gern" den zweiten Teil des Konzertes. Anschließend wurden Agnes Ritzenthaler, die nicht anwesend sein konnte, sowie Rainer Knobel von Willi Studinger vom Breisgauer Sängerbund für 40 Jahre Treue zum Chorgesang geehrt. Weiterhin wurde Roland Friedrich von der Vorsitzenden Barbara Locherer-Kues für seine langjährige Tätigkeit als Sänger und anschließender passiven Mitgliedschaft im Gesangverein zum Ehrenmitglied ernannt. Mit dem Lied "So ein Tag, so wunderschön wie heute" beendete der Gesangverein Hartheim seine zweite Vorstellung.
Der Männerchor Buggingen unter der Leitung von Mathias Untch begann seinen Vortrag unter Gitarrenbegleitung mit "Heute beginnt der Rest deines Lebens" von Udo Jürgens und beschwor mit der bekannten Melodie des Liedes "One way wind" den Frieden auf dieser Welt. Durch den Vortrag des Liedes "Heimweh", von Terry Gilkyson ertappten sich viele der Sängerinnen und Sänger beim heimlichen Mitsingen. Zum endgültigen Höhepunkt wurde dann der gemeinsame Auftritt der "Untch-Chöre" aus Buggingen und Gündlingen. Nach klassischen Weinliedern wurden auch die geforderten Zugaben mit "Mala Moja" und das vom Dirigenten t arrangierte "Die Rose" gerne erfüllt.
"Lieber Wein statt Wasser", war die Antwort des Gesangvereines Heitersheim in ihrem Lied von "Alfons Burghardt. Weiter ging es mit "Der neue Zapfenstreich" von Martin Möckli, ehe sich die Sänger aus Heitersheim mit dem Evergreen "Bajazzo" als Zugabe von der Bühne verabschiedeten.
Mit ins Ohr gehenden Liedern wie "Ein Lied zieht hinaus in die Welt" und "Aber dich gibt’s nur einmal" stellte sich der Gesangverein Oberbergen noch einmal vor, der mit dem schmissigen Lied "Im Breisgau liegt der Kaiserstuhl", begleitet vom Dirigenten auf dem Akkordeon, die Darbietungen der Gastchöre beendete. Das Finale gestaltete der Gastverein mit "Du passt so gut zu mir" und "Abend wird es wieder" .
Alle Chöre verstanden es meisterhaft, ihre abwechslungsreichen Beiträge anspruchsvoll zu gestalten und wurden dafür auch mit anhaltendem Beifall belohnt.
|